Der historische Triebwagen 26

Stand. 14. Juli 2017

 

Chronik

Fotos

Technische Daten

 

Chronik

 

Der Wagenkasten besteht aus Hartholz und ist mit Blech verkleidet. Auf dem Laternendach fand sich zunächst ein Lyrabügel, der um 1930 durch einen Scherenstromabnehmer ersetz wurde. Die Plattformen in der Form eines halben Achtecks sind von Anfang an geschlossen und besitzen auf jeder Seite Schiebetüren. Im Fahrgastraum befinden sich neben den Türen jeweils ein schmaleres und in der Mitte zwei breitere Fenster. Für den Fahrgast stehen 12 Quersitze in der Bestuhlung 1+2 und vor den schmaleren Fenstern 8 Längssitze zur Verfügung. Die Liniennummern auf runder nachts beleuchteter Scheibe befinden jeweils neben den auf den Stirnseiten montierten Sechskantklötzern zur Fahrtzielanzeige. Ab 1938 sind die Liniennummern auf quadratischen Bleicheinschüben neben der Fahrzielangabe platziert. Fortan war der Wagen mit der Nummer 16 im Einsatz.

Den Bombenangriff auf das Depot am 07. April 1945 überstand das Fahrzeug unbeschadet, da er zu diesem Zeitpunkt gerade im Einsatz war.

Mit der Wiederinbetriebnahme der Straßenbahn am 1. Mai 1946 präsentierte sich das Fahrzeug mit jeweils sechs Fenstern auf jeder Seite. Die großen Scheiben wurden halbiert. Die Wagennummer lautete nun 4.

Im Jahre 1952 fanden zahlreiche Umbauten am Triebwagen statt. Die Fensterteilung veränderte sich abermals. Die ursprüngliche Aufteilung wurde wieder hergestellt. Gleichzeitig erhielten alle Seitenfenster im Fahrgastraum und an den Plattformen schmale Oberfenster im oberen fünftel. Die Fahrzielaufsätze entfernt und die Linien- und Fahrzielangabe am oberen Rand der Frontfenster angeordnet.

Mit der Inbetriebnahme der REKO-Wagen begann im Jahre 1972 seine Nutzung als Arbeitswagen. Zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Pferdebahn im Jahre 1981 wurde er zum Traditionswagen umgestaltet.

In den Jahren 2002 bis 2003 fand eine gründliche Rekonstruktion statt. Der Wagen wurde weitestgehend in den Anlieferungszustand von 1926 zurückversetzt. Die technische Abnahme fand am 5. August 2003 statt.

 

Fotos

 

Auch nachts ist eine Stadtrundfahrt mit dem HTw 26 sehr reizvoll.
Foto: Henry Meyer (13.08.06)

 

 

 

 

Der HTw 26 präsentiert an der Kreuzung Wittenburger/Lübecker Straße.
Foto: Axel Aurich (14.07.17)

 

 

Fotos: Axel Aurich

 

Technische Daten

 

 

Foto: Axel Aurich (14.07.17)

Hersteller:

 

Wagenbaulicher Teil:

Eisenbahn- und Waggonbau AG Wismar

 

Elektrischer Teil:

Siemens Schuckert Werke Berlin

später VEB Elektronische Werke „Hans Beimler“ Hennigsdorf

 

 

 

 

 

Allgemeine Daten

Bauart

Zweirichtungsfahrzeug

Länge

10200 mm

Breite

2100 mm

Höhe

3340 mm

Achsfolge

Bo

Achstand

2500 mm

Spurweite

1435 mm

Fahrzeugmasse

leer

10,0 t

Platzangebot

Sitzplätze

20

Stehplätze

5

Leistungsdaten

Fahrdrahtnetzspannung

600 V =

Rückspeisung der Bremsenergie

nein

Steuerspannung

24 V =

Stromabnehmer

Typ

Lyrabügel ab etwa 1930 Scherenbügel

Motor bei Lieferung

Hersteller

Siemens Schuckert Werke Berlin

Typ

D.d. 65/a

Motorleistung

2 x 44 kW

Motor heutiger Zustand

Hersteller

VEB Elektronische Werke "Hans Beimler" Hennigsdorf

Typ

EM 60/600

Motorleistung

2 x 60 kW

Fahrschalter

original

DF 60

heute

StNFB1

Bremsen

Elektrische Betriebsbremse

generatorisch

Feststellbremse

Kurbelbremse

Magnetschienenbremse

2 x 60 kN (24V)

 

© 14.02.14 Axel Aurich