Fährverkehr auf dem Pfaffenteich
Stand: 7. März 2017

 

Chronik

Fotos

Technische Daten

 

Das älteste heute noch betriebene Nahverkehrsmittel in Schwerin ist die Fähre auf dem Pfaffenteich. Sie verkehrt vom 1. Mai bis 30. September von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen in der Zeit von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Einen Fahrplan gibt es nicht. Die Fahrgäste bestimmen den Fahrweg.

Der Fahrpreis beträgt seit dem 1. Januar 2014 für Erwachsene 2 €, Kinder zahlen die Hälfte.

Das Schiff kann auch beim Fährmann oder der Mecklenburger Verkehrsservice GmbH (MVG) zum Beispiel für Familienfeiern gemietet werden.

 

Chronik

 

19.07.1879

Johann Bosselmann eröffnet mit dem Fährmann und späteren Seevogt Georg Diercke den Fährbetrieb mit einem Ruderboot für 4 Passagiere zwischen dem Ost- und dem Westufer

ca. 1880

Ruderfähre „Fortuna“ für 10 Personen geht in Betrieb

1886

August Jantzen geht mit Ruderboot „Freya“ in Betrieb

1889

„Fortuna“ geht an Heinrich Janzen

1914

„Fortuna“ stellt Verkehr ein

1921

„Nymphe“ als zweites Boot in Betrieb; Boote fahren zeitgleich von den Anlegestellen ab

03.09.1927

Willi Janzen setzte versuchsweise erstes Motorboot ein

15.10.1927

Motorboot „Erika“ mit Friedrich Janzen auf zweiter Linie vom Anleger am Schweinemarkt (heute Anleger E-Werk) über Anleger Wilhelmstraße (heute Anleger Bahnhof) zum Anleger Friedrichstraße im Einsatz

Oktober 1928

zweite Linie wird wegen geringer Nutzung eingestellt; beide Boote fahren auf der ersten Linie im täglichen Wechsel

1929

Einsatz der „Anni“

1938

nach Verlängerung der Anleger ersetzt der „Mielekasten“ die „Anni“

1939

Einstellung in Folge des 2. Weltkriegs

06.06.1946

Wiederinbetriebnahme mit der „Germania“ unter Regie der Stadtwerke

14.10.1949

Friedrich Jantzen beginnt mit Rundfahrten mit dem ehemaligen Rettungskutter des Ostsee-Fährschiffes „Mecklenburg“

1950

Einstellung der Rundfahrten wegen geringer Resonanz, der Rettungskutter übernimmt den Fährverkehr und die „Germania“ ist nur noch als Reserve im Einsatz

01.11.1954

Vertragsunterzeichnung zum Kauf eines neuen Motorschiffes

30.06.1955

die „Schwerin“ geht Betrieb

1972

Umbau der „Schwerin“ bei der Fa. Woth in Parchim

1973

Umbau der „Schwerin“ in den Klement-Gottwald-Werken Schwerin

1978

Umbau des Unterschiffes in Parchim

19.07.1979

Umbenennung in „Petermännchen“ aus Anlass des 100. Jahrestages

Winter 1992/93

„Petermännchen“ erhält einen neuen Motor

Winter 1993/94

Umbau der „Petermännchen“ beim Nahverkehr

18.11.1998

Bergung der unbrauchbaren "Germania" auf einem Hinterhof

16.12.1998

Beginn des Arbeitsprojektes zur Restaurierung der „Germania“ von Schülern der Berthold-Brecht-Schule Schwerin

Winter 1998/99

Generalüberholung der „Petermännchen“ beim Nahverkehr

10.04.2000

Anleger Arsenal geht in Betrieb

17.04.2001

Anleger E-Werk wird jetzt angefahren

17.07.2004

125-jähriges Jubiläum; die restauriert Motorfähre „Germania“ lädt zur Mitfahrt ein

ab 23.04.2009

Einsatz auch samstags, sonn- und feiertags

Winter 2010/11

Generalüberholung mit Einbau einer Toilette

ab 22.04.2011

Einsatz nur Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen

 

Fotos

 

Am 1. Mai 2009 wartet die Fähre am Anleger Arsenal auf neue Fahrgäste.

Foto: Axel Aurich, Schwerin

Am 14. Juni 2010 herrschte absolute Windstille.

Foto: Axel Aurich, Schwerin

Am 7. Mai 2017 fährt die Fähre am Südufer vorbei.

Foto: Axel Aurich, Schwerin

 

Technische Daten

„Petermännchen“

Hersteller

Bootsbauerei Oberländer Schwerin Werft Dömitz unter Verwendung eines gebrauchten Pontons einer um 1924 gebauten ehemaligen Spreewaldfähre

Baujahr

1955

Länge über alles

11,53 m

Breite über alles

3,70 m

Seitenwandhöhe

0,96 m

Tiefgang (leer / besetzt)

0,44 / 0,56 m

Fixpunkthöhe

3,07 m

Leitwert (GRW)

53,7

Gewicht (leer)

15,30 t

Tragfähigkeit

4,25 t

max. Wasserverdrängung

15,3 m3

Motor

Volvo Panta MD 31 A
46,0 kW (62 PS) bei 3500 U/min
von 1992

Getriebe

PRM 302; Übersetzung 1,9:1

Elektroanlage

12 V mit Batterie für 180Ah

zugelassene Personenanzahl

53

 

© 14.06.13 Axel Aurich